Seminarbeschreibung

Das SZET-Konzept: Schlucken und Zungenruhelage effizient Therapieren

SZET ist das funktionsorientierte Therapiekonzept zur Behandlung myofunktioneller Störungen (MFS) bei Kindern ab ca. 9 Jahren, Jugendlichen und Erwachsenen ohne neurologische Grunderkrankungen, das gänzlich ohne mundmotorische Übungen auskommt und den sehr häufig vernachlässigten Therapiebereich Habits in all seinen Facetten konsequent diagnostiziert und therapiert.

Das Vorgehen orientiert sich ohne Umwege direkt an den physiologischen Abläufen, die schließlich am Ende einer erfolgreichen myofunktionellen Therapie stehen sollen – die physiologische Zungenruhelage und das adulte Schlucken. Deshalb wird genau daran ab der 1. Therapieeinheit gezielt gearbeitet. Gleichzeitig werden die anstelle der Zungenruhelage und in allen willkürlichen Phasen des Schluckens auftauchenden Habits erkannt und konsequent abtrainiert, um die Habitualisierung der neuen Bewegungsabläufe zu gewährleisten. Die bei vielen Therapeutinnen und Therapeuten unbeliebten Mundmotorikübungen (ohne oder mit Hilfsmitteln wie Spatel, Ringchen, Kauschläuche oder Therapiesauger) entfallen, da Ihre Patienten diese mit dem SZET-Konzept gar nicht mehr benötigen.

Durch das gestraffte und auf das Wesentliche reduzierte Vorgehen ist der erfolgreiche Therapieabschluss je nach Patient meist bereits nach 6 bis 12 Therapieeinheiten  erreicht.

Im SZET-Seminar wird ausführlich gezeigt und ausprobiert, wie Sie mit Ihren Patienten in wenigen Minuten die physiologische Zungenruhelage und das adulte Schluckmuster erarbeiten können. Sie schärfen Ihren Blick für die Vielzahl unterschiedlicher Habits, die anstelle der Zungenruhelage und rund um das Essen und Trinken auftreten können und lernen, wie Sie diese konsequent abbauen. Natürlich lernen Sie auch, wie Sie Ihre Patienten beim Transfer in den Alltag gezielt unterstützen können.

Außerdem wird ein klares diagnostisches Vorgehen besprochen und der theoretische Hintergrund mundmotorischer Übungen und deren Aussagekraft und Sinnhaftigkeit für die Diagnostik und Therapie der MFS diskutiert.

Nach dem Seminar erhalten die Teilnehmer auf Wunsch Zugang zum umfangreichen, stetig erweiterten Bonusmaterial auf dieser Webseite und dürfen sich jederzeit mit Fragen zum Konzept oder zu ihren Patienten an mich wenden.

Das Konzept ist für die Arbeit mit Kindern unter 9 Jahren und bei Patienten mit neurologischen Grunderkrankungen ausdrücklich nicht geeignet.

Inhalte der Fortbildung:

  • Symptomkomplex Myofunktionelle Störungen
  • physiologische und pathologische Zungenruhelage
  • physiologischer und pathologischer Schluckablauf
  • Was sind Habits und wann treten sie auf?
  • Anamnese und Diagnostik
  • Gebissklassifikation und kieferorthopädische Apparaturen
  • Das verkürzte Zungenband
  • Myofunktionelle Therapie = Motorisches Lernen!
  • Therapie in den Bereichen Zungenruhelage und Schlucken
  • konsequenter Abbau von Habits
  • Wie verläuft die Habitualisierung?
  • Kontraindikationen